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7 Gründe, warum Naturpädagoge und Naturpädagogin eine Berufung ist

- Sich mit seiner Identität verbinden und identifizieren -

Berufung finden ist eine Aufgabe. Ein Prozess. Nichts, was schnell nebenbei „erledigt“ werden kann. Es erfordert allerdings nur eins: der Spur dessen folgen, was wirklich Freude macht. Ich bin mir sicher, die Naturpädagogen, die ich bislang kennengelernt habe, folgen ihrer Spur, die tief in ihnen verankert ist.

7 Gründe, die diese Aufgabe zu dem macht, was Naturpädagogen in sich spüren …

Weil sie auf ihr Herz hören, der zarte Impuls das Richtige zu tun.

Weil sie in ihre Kindheit schauen und aus Perspektive eines Kindes sehen: „Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!“(Astrid Lindgren)

Weil sie der Freude folgen und sich glücklich fühlen, wenn sie an ihrem Waldplatz ankommen und das bei allen Jahreszeiten. Diese Freude hat eine starke Überzeugungskraft für das eigene Selbstwertgefühl.

Weil sie erkannt haben, dass der bisherige Weg seine Grenzen hat. Das kann noch nicht alles gewesen sein. Das steckt noch mehr, draussen in der Natur, dass mich und die Arbeit mit anderen Menschen weiterbringt.

Andrea Schneider, Kursleitung der Meisterschaft authentischer Naturpädagogik

Weil sie morgens juchzend aus dem Bett springen, wenn es Bindfäden regnet. Es hat dann die schönsten und grössten Pfützen durch die sie durchschlurfen können.

Weil sie sich auf ihre Stärken konzentrieren, mit denen sie tief verwurzelt sind. Sie können von dem Loslassen, was sie bislang beruflich geschwächt hat. Denn die Natur beruhigt und hat einen positiven Einfluss. Naturpädagogen gehen nach ihrer Arbeit mit mehr Energie nach Hause, als dass sie gekommen sind.

Weil Naturpädagogen vielseitig sind, sie sind Feuerköche, Fährtenleser, Märchenerzähler, Botaniker, Pädagoge und Projektmanager. Sie sind einfühlsam, überschauend, fachkundig, beobachtend, selbstwirksam, fröhlich, natürlich, neugierig, achtsam, leise, hörend und riechend, zufrieden und verbunden mit der Natur unterwegs. Einer der abwechslungsreichste Berufe den ich kenne.

 

Dazu eine Geschichte, die ich gelesen habe…

Der Duft vom Brot

Der Bäcker, der sei Leben lang Brot für sein Dorf gebacken hatte und für dessen Brötchen die Leute von weit her gekommen waren, war auf der Suche nach einem Nachfolger, denn er wollte sich zur Ruhe setzen. Da er keinen Sohn hatte, überlegte er, wer sein Geschäft übernehmen und in würdiger Weise fortführen könnte.

Er liess im Dorf die Nachricht verbreiten, dass er jemand suchte, der gerne Brot backe und dieses Handwerk lernen wollte. In den nächsten Tagen stellen sich vier junge Männer bei ihm vor, doch er konnte sich nicht so recht entscheiden. Daher bat er seine Frau um Rat. Sie liess alle Vier der Reihe nach zu sich in die Backstube kommen und fragte: „Warum möchtest du Bäcker werden?“ Der Erste antwortete: „Ich stehe gerne früh auf und gehe gerne früh zu Bett. Und ein Bäcker erfährt immer frühzeitig alle Neuigkeiten, die es im Dorf gibt.“ Der Zweite kam herein und antwortete auf die Frage: “Ich habe Frau und Kinder zu ernähren.“ Der Dritte antwortete: „Es ist eine Ehre, für die Menschen im Dorf das Brot zu backen.“ Als der vierte junge Mann hereinkam, wartete die Frau des Bäckers einen Moment, dann sagte sie: „Den nehmen wir!“ „Warum ausgerechnet ihn, er hat doch noch gar nicht geantwortet?“ fragt der Bäcker. „Als der zur Tür hereinkam, hat er den Duft des Brotes tief in sich eingesogen“, antwortete seine Frau.